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  • Aesop und die Fabel von des Löwen Anteil

    Aesop und die Fabel von des Löwen Anteil

    9. Mai 2026
    Texte

    Löwe, Esel und Fuchs schlossen einen Bund und gingen zusammen auf die Jagd. Als sie nun reichlich Beute gemacht hatten, befahl der Löwe dem Esel, diese unter ihnen zu verteilen. Der machte drei gleiche Teile und forderte den Löwen auf, sich selbst einen davon zu wählen. Da aber wurde der Löwe wild, zerriß den Esel…

  • Gracian und die Kunst, sich zu entziehen zu wissen

    Gracian und die Kunst, sich zu entziehen zu wissen

    1. Mai 2026
    Texte

    „Wenn eine große Lebensregel die ist, daß man zu verweigern verstehe; so folgt, daß es eine noch wichtigere ist, daß man sich selbst, sowohl den Geschäften als den Personen, zu verweigern wisse. Es gibt fremdartige Beschäftigungen, welche die Motten der kostbaren Zeit sind. Sich mit etwas Ungehörigem beschäftigen, ist schlimmer als Nichtsthun. Für den Umsichtigen…

  • Stirner und die Kraft des Menschen

    Stirner und die Kraft des Menschen

    22. April 2026
    Texte

    „Ihr armen Wesen, die Ihr so glücklich leben könntet, wenn Ihr nach eurem Sinne Sprünge machen dürftet, Ihr sollt nach der Pfeife der Schulmeister und Bärenführer tanzen, um Kunststücke zu machen, zu denen Ihr selbst Euch nimmermehr gebrauchen würdet. Und Ihr schlagt nicht endlich einmal dagegen aus, daß man Euch immer anders nimmt, als Ihr…

  • Simmel und der Wechsel der Verpflichtungen

    Simmel und der Wechsel der Verpflichtungen

    11. April 2026
    Texte

    „Man kann die Entwicklung jedes menschlichen Schicksals von dem Gesichtspunkte aus darstellen, daß es in einer ununterbrochenen Abwechslung von Bindung und Lösung, von Verpflichtung und Freiheit verläuft. Dieser erste Überschlag indes stellt eine Scheidung dar, deren Schroffheit die nähere Betrachtung mildert. Was wir nämlich als Freiheit empfinden, ist tatsächlich oft nur ein Wechsel der Verpflichtungen;…

  • Friedell und warum die Gegenwart das eigentlich Gestrige ist

    Friedell und warum die Gegenwart das eigentlich Gestrige ist

    4. April 2026
    Texte

    „Wer macht die Realität? Der Wirklichkeitsmensch? Dieser läuft hinter ihr her. Gewiß schafft auch der Genius nicht aus dem Nichts, aber er entdeckt eine neue Wirklichkeit, die vor ihm niemand sah, die also gewissermaßen vor ihm noch nicht da war. Die vorhandene Wirklichkeit, mit der der Realist rechnet, befindet sich immer schon in Agonie. Bismarck…

  • Machiavelli und die Macht der Verstellung

    Machiavelli und die Macht der Verstellung

    28. März 2026
    Texte

    „Jedermann weiß, wie lobenswürdig es ist, wenn ein Fürst sein Wort hält und rechtschaffen lebt, nicht mit List. Dennoch sieht man aus der Erfahrung unsrer Tage, daß diejenigen Fürsten, welche sich aus Treu und Glauben wenig gemacht haben, und mit List die Gemüter der Menschen zu betören verstanden, große Dinge ausgerichtet, und am Ende diejenigen,…

  • Schopenhauer und die Quelle von Unzufriedenheit

    Schopenhauer und die Quelle von Unzufriedenheit

    21. März 2026
    Texte

    „Die Grenze unsrer vernünftigen Wünsche hinsichtlich des Besitzes zu bestimmen ist schwierig, wo nicht unmöglich. Denn die Zufriedenheit eines jeden, in dieser Hinsicht, beruht nicht auf einer absoluten, sondern auf einer bloß relativen Größe, nämlich auf dem Verhältnis zwischen seinen Ansprüchen und seinem Besitz (…). Die Güter, auf welche Anspruch zu machen einem Menschen nie…

  • Warum es bei Kapital nicht nur um Geld geht

    Warum es bei Kapital nicht nur um Geld geht

    14. März 2026
    Gedanken

    Wenn irgendwo das Wort „Kapital“ zu hören ist, wird meist sofort an Geld gedacht. Dem philosophisch Interessierten kommt vielleicht noch das oft zitierte, aber kaum von jemandem vollständig gelesene, dreibändige Hauptwerk von Karl Marx in den Sinn. Die Verknüpfung mit dem Thema Geld ist nicht verkehrt, aber sie trifft nicht alle Dimensionen dessen, was Kapital…

  • Vom Glück, eine Sache um ihrer selbst willen zu machen

    Vom Glück, eine Sache um ihrer selbst willen zu machen

    6. März 2026
    Gedanken

    Seit ich diese Internetseite und den Philosophie-Blog betreibe, werde ich öfters nicht nur danach gefragt, warum ich dies mache, sondern meist ist diese Frage mit einer weiteren verbunden: Was nutzt das? Mit einem dem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß zugeschriebenen Bonmot lautet die passende Antwort: Eine solche Frage ist schon falsch gestellt. Mir kommt dann…

  • Von der Kunst der Arschkriecherei

    Von der Kunst der Arschkriecherei

    26. Februar 2026
    Gedanken

    Es tut mir für manchen sprachempfindsamen Leser leid, aber es gibt Themen, da steht das Gebot im Raum, die Sache klar zu benennen und sprachlich eher mit Brechstange als mit Florett zu arbeiten. Die Arschkriecherei ist so ein Thema. Fast alle verachten diesen sozialen Vorgang und sind der Meinung, so etwas selbst niemals zu machen…

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